Kamera Kaufempfehlung – meine Kauftipps fĂĽr Einsteiger und Profis!

Kamera Kaufempfehlung –  meine Kauftipps fĂĽr Einsteiger und Profis!

Sei es nun in meinen Fotoseminaren, per E-Mail oder am Telefon: Immer wieder bitten mich Fotografen um eine Kaufberatung, wenn Sie sich eine neue Kamera oder ein bestimmtes Objektiv, ein Blitzgerät oder was auch immer zulegen möchten.

„Welche Kamera/welches Objektiv/welcher Blitz ist denn ideal für mich?“ ist wohl die Frage, die ich am häufigsten gestellt bekomme – und zeitgleich auch die, die ich am wenigsten mag, denn diese Frage ist nicht „mal eben“ zu beantworten, da es nun mal nicht DIE Kamera für Jedermann oder DAS Alleskönner-Objektiv gibt!

Moderne Kameras gibt es in vielen Preisklassen von Low Budget bis High-End – und das ist auch gut so, denn ein Profi, der den ganzen Tag lang fotografiert, wird mit einer Einsteigerkamera vermutlich oft fluchen – und der Einsteiger, der „nur“ ein schönes Landschaftsfoto schieĂźen möchte, ist mit einer Kamera, die 12 Bilder in der Sekunde schieĂźt, völlig „übermotorisiert“ und wird wohl laufend darĂĽber fluchen, dass die Kamera fast so schwer in der Hand liegt wie ein Kasten Bier – von den Anschaffungskosten jenseits der 5.000 Euro mal ganz zu schweigen.

Daher habe ich mich mal hingesetzt und in sämtlichen Preisklassen die Kameras und Objektive niedergeschrieben, welche die beiden Marktführer Canon und Nikon derzeit anbieten. Nachfolgend findet Ihr jeweils den direkten Link, mit dem Ihr das entsprechende Teil bei meinem bevorzugten „Alleshändler“ Amazon bestellen könnt. Amazon bietet Euch sehr niedrige Preise und einen enorm unkomplizierten und kulanten Service, falls mal etwas nicht in Ordnung sein sollte. Wenn Ihr dort kauft, macht Ihr definitiv nichts falsch.

Noch eine wichtige Anmerkung meinerseits:
Die Anzahl der Megapixel einer Kamera ist kein Qualitätsmerkmal! Ich weiß aber, dass sich viele Einsteiger von dieser Angabe „blenden“ lassen und sich für die Kamera entscheiden, welche die meisten Megapixel bietet. Dass dies in vielen Fällen mehr Nach- als Vorteile hat, wissen viele nicht. Viel wichtiger als die Anzahl der Megapixel ist die Größe des verbauten Sensors!

Eine Kamera mit einem Vollformatsensor (z.B. Canon EOS 5D Mark III) spielt nun mal in Bezug auf die optische Qualität eine ganze Liga höher als eine Kamera, die „nur“ einen APS-C-Sensor (z.B. Canon EOS 1100D, Nikon D3200, Canon EOS 700D, Nikon D300s, Canon EOS 70D, Nikon D7100, Canon EOS 7D) zu bieten hat. Mehr zu dieser Thematik erfahrt Ihr bei Interesse in meinen Fotoseminaren.

Bei den Objektiven ist das Sortiment noch viel umfangreicher und der kaufwillige (Hobby-) Fotograf steht oft da wie der sprichwörtliche Ochse vorm Berg. Daher möchte ich mit der folgenden Übersicht versuchen, ein wenig Licht in den „Angebotsdschungel“ zu bringen!

Beginnen möchte ich mit der Wahl der passenden Kamera. Hierbei beschränke ich mich auf digitale Spiegelreflexkameras (abgekürzt „DSLR“) der beiden Marktführer Canon und Nikon. Beide Hersteller bauen ganz hervorragende Kameras und es gibt hier für mich kein „besser“ oder schlechter“. Genau wie bei der Frage „Kaufe ich nun den Audi oder den BMW?“ spielt hier vor allem wohl auch der persönliche Geschmack eine große Rolle.
Was ich hiermit sagen möchte: Mit einer modernen Canon oder Nikon seid Ihr bestens bedient. Ich persönlich bin groĂźer Fan der Marke Canon und werde daher bei den nun folgenden Kameras mit dem jeweiligen Canon-Modell beginnen, aber anschlieĂźend auch immer das preislich passende GegenstĂĽck von Nikon nennen. Solltet Ihr Euch fĂĽr weitere Details zu den von mir empfohlenen Kameras interessieren, so findet Ihr im Internet sämtliche Infos und auch zahlreiche GegenĂĽberstellungen von “Kamera X” und “Kamera Y”.

Mit den beiden folgenden Kameras ist der Einsteiger in der Regel gut bedient:
Die Canon EOS 1100D stellt momentan (Stand: 01.01.2014) bei Canon den preisgünstigsten Einstieg in die Spiegelreflexwelt dar. Aktuell bekommt man diese Kamera für knapp unter 300 Euro (ohne Objektiv) und hält hiermit schon ein passables Einsteigerwerkzeug in den Händen, welches sich in der technischen Ausstattung auf das Nötigste beschränkt. Wer allerdings nur ein kleines Budget zur Verfügung hat und auf ein klappbares/schwenkbares Display, wetterfestes Kameragehäuse, einen Vollformatsensor und auf eine wahnsinnig schnelle Serienbildfunktion verzichten kann und keine sonderlichen Ansprüche an Verarbeitung und Größe des Kameragehäuses hat, sollte sich die EOS 1100D mal näher ansehen. In Verbindung mit den „richtigen“ Objektiven und dem notwendigen Know-How kann man auch mit so einer Einsteigerkamera tolle Bilder machen! Hier der Link zur EOS 1100D:

Das passende GegenstĂĽck von Nikon ist ein wenig teurer (derzeit zirka 330 Euro), dafĂĽr aber auch ein wenig aktueller und deutlich höher auflösend – was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Die Rede ist von der Nikon D3200:  
Eine Kameraklasse höher bekommt man schon eine ganze Menge mehr an Technik geboten. Hier stellt derzeit die Canon EOS 700D meine aktuelle Empfehlung dar. Für rund 550 Euro bekommt der ambitionierte Hobbyfotograf eine tolle Kamera!

Nikon bietet in dieser Kameraklasse die D300s an, welche zwar rund 20% günstiger ist als die 700D von Canon, dafür aber auch deutlich niedriger auflöst und schon recht lange auf dem Markt ist. Das Nachfolgemodell wird wohl nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Hier der Link zur D300s

Nikon bietet in dieser Kameraklasse aktuell die D5300, welche aber derzeit noch ĂĽber 700 Euro kostet:

Ihr wollt eine Kameraklasse höher einsteigen?
Kein Problem! Bei Canon wäre die EOS 70D der nächste Schritt in die richtige Richtung (Preis: aktuelle rund 900 Euro). Hier der Link.

Nikon stellt in dieser Kameraklasse fĂĽr ebenfalls rund 900 Euro die D7100 dagegen.

Im Bereich der einstelligen Profi- und Semiprofi-Modelle stellt im Hause Canon momentan die EOS 7D mit derzeit rund 1.250 Euro die preiswerteste Alternative dar. Sie ist die einzige einstellige EOS, die keinen Vollformatsensor, sondern den kleineren APS-C-Sensor bietet, der auch in allen bisher genannten Canon-Modellen verbaut ist.
So, und nun kommt der große Schritt hin zu den Kameras mit deutlich größerem Sensor – dem so genannten Vollformatsensor. Wer die beste Bildqualität wünscht und keine „halben Sachen“ machen möchte, der kommt an einer Kamera mit Vollformatsensor nicht vorbei. Die preiswertesten Modelle, die den Einstieg in diese Kameraklasse ermöglichen, sind noch keine perfekten Arbeitsmaschinen, aber bieten immerhin den großen Sensor. Bei Canon beginnt das Vollformatvergnügen zum Preis von rund 1.700 Euro mit der Canon EOS 6D.

Das GegenstĂĽck von Nikon ist die D610.

Und schon sind wir im Bereich der Profikameras angekommen. Diese bieten einen Vollformatsensor und stellen derzeit das technisch Machbare dar. Wer auf das große Gehäuse der EOS 1D X, den besonders leistungsstarken Akku sowie einen Hochformatauslöser verzichten kann und mit 6 Bildern pro Sekunde im Serienbildmodus auskommt, der kauft mit der Canon EOS 5D Mark III (derzeit rund 2.700 Euro, der Preis schwankt derzeit recht stark) das Beste, was Canon aktuell zu bieten hat (Stand: Januar 2014). Die EOS 1D X legt zwar nochmals deutlich was drauf, ist aber im Schwerpunkt für die Fotografen geeignet, die auf die Haptik einer 1er nicht verzichten wollen und denen die 5D Mark III noch zu langsam und vielleicht gar zu klein ist. Hier der Link zur EOS 5D Mark III!

Nikons Gegenstück zur EOS 5D Mark III ist die D800. Zum Preis von rund 2.200 Euro erwirbt man hiermit eine enorm hochauflösende Kamera mit satten 36 Megapixeln! Für einen professionellen Landschaftsfotografen, der riesige Vergrößerungen wünscht, sicherlich eine sehr gute Wahl. Für beispielsweise einen Event- oder Hochzeitsfotografen, der mit hohen Bilderstückzahlen arbeiten muss, aufgrund der enorm hohen Auflösung sicherlich alles andere als die cleverste Kaufentscheidung. Hier der Link zur Nikon D800.

Kamera Kauftipps fĂĽr Einsteiger und Profis

So – und jetzt kommen wir zu den „Königinnen“! Sowohl bei Canon als auch bei Nikon gibt es natĂĽrlich ein Flaggschiff. Diese beiden Kameras stellen die „Krone der Schöpfung“ dar und zeigen, was derzeit machbar ist. Bei Canon ist dies die EOS 1D X – die beste Kamera, mit der ich bisher arbeiten durfte! Sehr oft greife ich zur (deutlich leichteren) EOS 5D Mark III, denn in 90% aller Einsätze komme ich mit dieser „abgespeckten 1er“ bestens zurecht. Wird dann aber eine sehr hohe Serienbildgeschwindigkeit verlangt, so spielt die 1D X ihre Stärken in Perfektion aus. Es treibt mir jedes Mal wieder ein breites Grinsen ins Gesicht, wenn ich die 1D X im Serienbildmodus einsetze. Die Kamera liegt so perfekt in der Hand, dass das unangenehm hohe Gewicht schon fast gar nicht mehr auffällt… ;) Die 1D X ist das perfekte Arbeitstier fĂĽr den Vollprofi – aber mit etwa 5.500 Euro auch kein Schnäppchen.

Das GegenstĂĽck von Nikon ist derzeit die D4, welche bereits im Januar 2012 auf den Markt kam und sicher in KĂĽrze durch die Nachfolgerin ersetzt wird. HierfĂĽr spricht auch die Tatsache, dass die D4 derzeit relativ schwer zu bekommen ist. Bei Amazon bekommt man sie aber!

 

Vielen Dank fĂĽr Eure Aufmerksamkeit. Wenn Ihr nun noch nach den passenden Objektiven sucht, so sei Euch mein Artikel Objektive – meine Kaufempfehlungen ans Herz gelegt.

In Kürze findet Ihr hier im Blog auch meine Kaufempfehlungen, wenn Ihr noch das passende Blitzgerät, einen bestimmten Filter oder ein tolles Stativ sucht. Stay tuned! :)

Eine Antwort zu “Kamera Kaufempfehlung – meine Kauftipps fĂĽr Einsteiger und Profis!”

  1. NIna sagt:

    Ich war auch so ein Frager. Deshalb hoffe ich, dass ich mir nicht sämtliche Sympathiewerte verspielt habe ;) und danke für die Geduld und Auskunft deinerseits.
    Eine super Idee dies hier alles noch einmal nieder zu schreiben. Das war sicher viel Arbeit. Die Leser werden es zu schätzen wissen. Macht weiter so. Man merkt das ihr liebt was ihr tut.


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